Mit wem chattest du gerade? Kennst du wirklich alle Personen, mit denen du dich online unterhältst? Wenn du im Netz von jemandem kontaktiert wirst, der die unbekannt ist, könnte es sich um „Cyber-Grooming“  handeln, also der gezielten Ansprache von Kindern und Jugendlichen im Netz mit dem Ziel des sexuellen Missbrauchs.

Überwiegend stehen hinter solchen Kontaktaufnahmen sexuelle Interessen von Pädophilen, also Menschen mit besonderem Interesse an Minderjährigen. Somit ist es eine Form der sexuellen Belästigung. Belästigungen finden in Internetforen, Chats und sozialen Netzwerken statt. Oft melden sich die Täter mit falschen Identitäten in der Community an, also einem Fake-Profil, und versuchen Vertrauen zu ihren Chatpartnern aufzubauen und sich anzufreunden. Die Täter können sowie männlich als auch weiblich sein und geben sich zum Beispiel als eine gute Freundin oder als ein älterer guter Freund aus. Dabei sprechen sie mit ihnen über ihre Probleme und nutzen die Gutgläubigkeit der Opfer aus.

Nicht selten verlangen die Täter Bilder, meist intime private Aufnahmen und Details. Sie haben das Ziel, sich auch im echten Leben mit den Opfern zu treffen und sich an ihnen zu vergehen. Sei vorsichtig beim Chatten! Du weißt nie mit Sicherheit, wer tatsächlich an der Tastatur sitzt.

Wie soll ich vorgehen, wenn ich Opfer von Cyber-Grooming geworden bin?

Wichtig ist, dass du weißt, dass es dir nicht peinlich sein muss, über dieses Thema zu sprechen. Vielen anderen geht es genauso wie dir! Auch wenn es zunächst ein unangenehmer Gedanke sein kann, nachdem du mit jemandem darüber gesprochen hast, geht es dir viel besser.

  • Sprich mit deinen Eltern oder einem Freund/ einer Freundin über das, was passiert ist
  • Sichere zunächst Beweise, indem du Screenshots erstellst
  • Gib eine Rückmeldung an den Betreiber des Chats oder des sozialen Netzwerkes
  • Blockiere die Nachrichten von der Person, die dir nachstellt
  • Wende dich zusammen mit deinen Eltern an die Polizei

Worauf muss ich achten?

Die meisten Täter verfolgen meist ein Muster. Zu Beginn wird der Kontakt aufgebaut. Es werden an verschiedene unterschiedliche Chatpartner Nachrichten verschickt. Sobald ein User, also ein potentielles Opfer, darauf eingeht, werden persönliche Nachrichten verschickt. Dies schafft eine Vertrauensbasis. Die nächste Ebene ist die Bekanntgabe von privaten Kontaktmöglichkeiten wie Email-Adresse und Handynummer oder Adresse. Es kann sogar sein, dass ein Wechseln in einen anderen Chat vorgeschlagen wird. Für Täter sind Chats dann besonders interessant, wenn sie nicht überwacht werden.

Unsere Tipps für Dich
  • Bleib bei neuen Kontakten im Internet immer skeptisch und vorsichtig
  • Versuche so wenig wie möglich über dich und dein Privatleben zu erzählen
  • Glaub nicht alles, was dein Chatpartner dir erzählt
  • Bevor du dich verabredest, telefoniere doch vorher. An der Stimme kannst du erkennen, ob es sich um einen älteren Menschen handelt
  • Wenn du dich zu einem Treffen verabredest, geh nach Möglichkeit nur in Begleitung eines Freundes
  • Informiere deine Familie/ Freunde über das Treffen mit Ort und Zeitpunkt, damit sie notfalls wissen, wo du bist
  • Erzähl deinem Chatpartner, dass du deiner Familie oder deinem besten Freund/in von dem Treffen erzählt hast
  • Das Treffen sollte nur tagsüber an belebten Orten stattfinden
  • Hab dein Handy griffbereit und bitte eine Freundin, dich während des Treffens einmal anzurufen
  • Lass dir von der bundeseinheitlichen Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing und Erpressung helfen

In sozialen Netzwerken, wie z.B. bei Facebook, kommt es vor, dass Leute in ihrem Profil falsche Angaben über sich selbst machen. Manche geben sich als ganz andere Personen aus, andere laden geklaute Bilder hoch oder schummeln bei ihrem Geburtsjahr. Solche Profile werden „Fake-Profil“ genannt.
Je einfacher das Anmelden in einer Online-Community funktioniert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, auf ein solches Fake-Profil zu stoßen. Auf den ersten Blick ist es schwer, falsche Identitäten von ernst gemeinten Profilen zu unterscheiden.

Warum werden Fake-Profile erstellt?

Es gibt folgende Gründe, ein Fake-Profil zu erstellen:

  • Ältere Personen möchten Kontakt zu Kindern aufnehmen (auch Cyber-Grooming genannt)
  • Kriminelle möchten ihre Opfer ausspionieren, abzocken oder Daten stehlen
  • Chancen bei Online-Flirts sollen erhöht werden
  • User wollen sich einen Spaß erlauben (siehe auch Cyber-Mobbing)

Was kann ich tun?

Wenn du glaubst, dass sich jemand ein Fake-Profil zugelegt hat, um dein Vertrauen zu gewinnen, solltest du unbedingt mit einem Erwachsenen darüber sprechen. Außerdem solltest du den Fall einem Moderator des Netzwerks oder Chats melden.

 

 

Er kann die Echtheit des Profils testen und es gegebenenfalls löschen. Dies gilt auch, wenn jemand in deinem Namen in einem sozialen Netzwerk unterwegs ist und falsche Bilder und Informationen über dich verbreitet.
Ein Fake-Profil ist kein Scherz und kann zu ernsthaften Konsequenzen führen, wenn du darauf hereinfällst oder selbst eines erstellst. Lass dich nicht täuschen und täusche keinen anderen – sei einfach du selbst.

 

Unsere Tipps für dich
  • Bleib bei neuen Kontakten im Internet immer skeptisch und vorsichtig
  • Glaub nicht alles, was dein Chatpartner dir erzählt
  • Gib möglichst wenig über dich und dein Privatleben preis
  • Bevor du dich verabredest, telefoniere doch vorher. An der Stimme kannst du erkennen, ob es sich um einen älteren Menschen handelt
  • Lass auch deine Freunde wissen, wenn du auf ein Fake-Profil hereingefallen bist, damit sie nicht den gleichen Fehler machen
  • Lass dir von der bundeseinheitlichen Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing und Erpressung helfen


Der Begriff Fake News ist englisch. Er setzt sich aus zwei Worten zusammen: „fake“ bedeutet „gefälscht“, oder „falsch“.  „News“ steht für „Nachrichten“. Fake News sind also Nachrichten und Meldungen, die absichtlich Unwahrheiten verbreiten.

Fake News können unwahre Artikel oder Texte in Sozialen Medien wie Facebook sein, aber auch Videos oder Fotos, die gefälschte Bilder zeigen. Menschen, die Fake News verbreiten, möchten Aufmerk-samkeit wecken, für das, was sie zu sagen haben. Oft verdienen sie damit auch Geld. Ihr Ziel ist, dass möglichst viele Menschen die Nachricht sehen, glauben und mit ihren Freunden teilen.

In Fake News geht es oft um politische Themen. Es wird zum Beispiel gegen Menschen gehetzt, die nicht aus Deutschland kommen. Es gibt auch viele Fake News, in denen dir etwas verkauft werden soll.

Meistens wirst du Fake News im Internet begegnen, weil dort jeder etwas schreiben und es leicht verbreiten kann. Aber auch wenn du mit deinen Freunden redest, kann es sein, dass dir Fake News begegnen. Vielleicht haben deine Freunde selbst falsche Nachrichten gelesen und nicht gemerkt, dass sie nicht wahr sind.