Keiner darf deine Daten missbrauchen, sie gehören dir. Das heißt, dass deine persönlichen Daten, wie deine Adresse oder auch deine Telefonnummer, nicht von anderen Leuten genutzt werden dürfen und gegen Missbrauch geschützt sind. Datenschutz bedeutet also Schutz von personenbezogenen Daten

Was sind personenbezogene Daten?

Personenbezogene Daten sind persönliche oder sachliche Informationen und Angaben zu einer bestimmten Person. Es geht um folgende Angaben:

  • dein Name, Alter und Geburtsdatum
  • deine Adresse, Telefonnummer und E-Mail
  • deine Kontonummer, Ausweisnummer

Außerdem schützt das Datenschutzgesetz besonders sensible Daten, z.B.:

  • Ethnische Herkunft
  • Religiöse und weltanschauliche Überzeugung
  • Krankendaten
  • Informationen zum Sexualleben

Wer darf deine Daten nutzen?

 

Verschiedene Passwörter im Internet und am Computer – das ist so eine Sache. Wusstest du, dass die meisten Passwörter viel zu einfach sind? So ist es für Hacker nicht schwer, sie zu knacken, um an deine Daten zu kommen.

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, wie Hacker Passwörter herausfinden können:
1. Der Nutzer gibt unbeabsichtigt sein Passwort heraus (siehe Phishing)
2. Der Hacker versucht es mit spezieller Software

Merkhilfe

Eine gute Möglichkeit, sich ein scheinbar kompliziertes Passwort zu merken, ist eine Eselsbrücke in Form eines Satzes. Man nimmt die jeweiligen Anfangsbuchstaben des Wortes, beachtet dabei Groß- und Kleinschreibung und wandelt gegebenenfalls manche Buchstaben in ähnlich aussehende Ziffern um, zum Beispiel „I“ in „1“.
Aus dem Satz „Nick surft jeden Tag 3 Stunden im Internet“ würde dann das Passwort „NsjT3Si1“ entstehen.

Tipps für ein sicheres Passwort:

Mit wenigen Handgriffen wird dein PC so sicher wie ein Tresor. Um es Passwort-Dieben schwer zu machen, beachte folgende Tipps, wenn du Passwörter erstellst.

  • Verwende nicht das gleiche Passwort für mehrere Seiten. Sollte zum Beispiel dein Facebook-Passwort geknackt werden, hat der Hacker auf diese Weise keinen Zugriff auf deinen E-Mail-Account.
  • Dein Benutzername und Passwort sollten unterschiedlich sein, weil der Benutzername vielen bekannt ist.
  • Das Passwort sollte aus mindestens 8 Zeichen bestehen. Personennamen, also dein eigener oder Namen aus dem Freundes- und Bekanntenkreis sind keine guten Passwörter, da sie leicht zu erraten sind.
  • Das Passwort sollte aus einem Mix aus Zahlen, sowie großen und kleinen Buchstaben bestehen. Sonderzeichen wie Bindestrich und Ausrufezeichen können die Sicherheit deines Passwortes verbessern. Allerdings führen manche Sonderzeichen wie z. B. „/“ zu technischen Problemen. Das gleiche gilt für die Umlaute (ä, ö, ü) und das „ß“.
  • Speichere deine Passwörter niemals auf deinem Computer, weil sie durch bösartige Software ausspioniert werden können.
  • Du solltest deine Passwörter in regelmäßigen Abständen ändern. So nimmt die Möglichkeit, dass sie geknackt werden, deutlich ab.

Wie schütze ich mich vor Viren?

Was ist ein Computerwurm?

Was ist ein Trojaner?

Was sind Bots und Botnetze?

Anti-Viren-Software – warum?

Du brauchst eine Anti-Viren-Software oder auch Virenscanner genannt, um deinen Rechner vor Computerviren zu schützen. Er durchsucht deinen Rechner nach Viren und passt gleichzeitig auf, dass sich kein neuer Virus einnisten kann.

Doch Achtung: Du musst deinen Virenscanner regelmäßig aktualisieren, also ein Update starten, damit auch die neuesten Viren erkannt werden! Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, dann musst du außerdem dein Betriebssystem auf dem neuesten Stand halten. Dafür kannst du im Windows-Sicherheitscenter „automatische Updates“ aktivieren. Das Sicherheitscenter findest du unter Start > Programmzugriff > Standards.

Leider ist auch das nicht hundertprozentig sicher. Deshalb solltest du wichtige Dateien auf einem USB-Stick oder einer Festplatte speichern. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, Dateien mithilfe eines Online-Speichers wie dropbox.com abzusichern.

Wofür brauche ich eine Firewall und wie funktioniert sie?

Eine Firewall (engl.: Brandmauer) bewacht die rund 65.000 Ports des Computers. Ports sind die Schnittstellen zum Rechner. Alle Daten, die in den Computer ein- oder ausgehen, laufen durch diese „Türen“. Einige Daten dürfen durch bestimmte Ports laufen, anderen sollte man es besser verbieten, damit kein Schaden angerichtet werden kann. Die Firewall ist also eine Art Türsteher für deinen PC.

Die Firewall schützt vor unerlaubter Fremdnutzung, überwacht den Datenverkehr und beschränkt den Netzzugriff nach festgelegten Regeln. Bei aktuellen Betriebssystemen, z. B. Windows 10, wird eine Firewall mitgeliefert, die diese Grundfunktionen erfüllt. Auch viele Router haben eine Firewall-Funktion und sorgen damit für zusätzlichen Schutz.  

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du zusätzlich eine vollwertige Firewall-Software installieren. Du kannst sie kostenlos im Internet herunterladen.

Zusammenfassung: Was kann ich gegen Viren tun?

Sehr viel. Halte dein Betriebssystem und deine Antivirensoftware immer auf dem aktuellsten Stand. So schützt du deinen Rechner vor bösartiger Software.

  • Anti-Viren-Software installieren und regelmäßig aktualisieren
  • Firewall-Software installieren und regelmäßig aktualisieren
  • Vorsicht bei E-Mails mit unbekanntem Absender: keine Links oder Dateianhänge öffnen
  • Sichere Passwörter verwenden
  • Betriebssystem regelmäßig aktualisieren (bei Microsoft Windows: automatische Updates aktivieren)
  • Regelmäßige Sicherheitskopien von privaten Dateien auf externen Datenträgern (z.B. DVD oder USB-Stick)
  • Gesundes Misstrauen bei allen Aktivitäten im Internet

Heute kann fast jeder unbemerkt mit dem Smartphone Videos von dir und anderen machen. 

Und nicht immer sind diese Videos nett oder lustig. Manche sind sogar ganz schön erniedrigend und werden über das Internet in sozialen Netzwerken, wie z. B. Facebook oder auf Videoportalen wie YouTube, online gestellt. In Chats und sozialen Communities geht das Geläster und Ausgrenzen dann weiter. Diese Art der Bloßstellung im Internet nennt man „Cyber-Mobbing“.

Die Opfer stehen oftmals mit ihrem Problem ganz alleine da. Sie leiden still und sehen keine Chance, den gemeinen Attacken zu entkommen. Sie sind eingeschüchtert und scheuen sich in der Regel davor, Eltern oder Lehrer um Hilfe zu bitten.

Unsere Tipps für dich

Wenn du selbst oder einer deiner Freunde von Cyber-Mobbing betroffen ist, könnt ihr folgendes dagegen unternehmen:

  • Bei den meisten Anbietern kannst du unerwünschte Personen sperren oder sie zumindest bei den Moderatoren melden
  • Sprich mit einem Erwachsenen darüber, aber auch mit Freunden.
    In ganz schlimmen Fällen kannst du dich auch an die Polizei wenden.
  • Mach Kopien von den Cyber-Mobbing-Angriffen, so hast du Beweise in der Hand
  • Hilf anderen, die gemobbt werden.
  • Vor allem: Lass dich nicht zum Opfer machen, denn das bist du nicht!
  • Lass dir von der bundeseinheitlichen Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing und Erpressung helfen.
Falls du noch Fragen zum Thema „Cyber-Mobbing“ hast, kannst du auf juuuport nach einer Antwort suchen oder dir von den Scouts helfen lassen. Außerdem ist mobbing-schluss-damit eine hilfreiche Seite, wenn du gemobbt wirst oder anderen helfen möchtest.

Hier findest du einige hilfreiche Tipps, wie du dich im Internet verhalten und was du lieber lassen solltest. Diese Spielregeln für das Internet sind wichtig, um Mobbing im Netz zu verhindern.

Das kannst du tun
  • Veröffentliche persönliche Angaben in Online-Communities nur eingeschränkt (zum Beispiel nur sichtbar für deine Freunde)
  • Lade nur Videos oder Fotos hoch, bei denen du sicher bist, dass sie keiner gegen dich verwenden kann
  • Schließe neue Bekanntschaften im Internet nur mit Vorsicht (du weißt nie, wer hinter dem anderen Bildschirm sitzt)
  • Wenn du Opfer einer Mobbing-Attacke wirst, wende dich umgehend an eine Bezugsperson (Eltern, Lehrer, Geschwister, Freunde) Wenn du das Gefühl hast, belästigt zu werden, blockiere oder melde diese Person
Das lass lieber sein
  • Lade keine freizügigen Fotos oder Videos von dir und deinen Freunden hoch! Das Internet vergisst nie! Auch nach Jahren können deine Fotos gefunden werden
  • Achte beim Chatten darauf, dass du nicht zu viel Privates verrätst (Adresse, Handynummer, Kontonummer etc.)
  • Vertraue keiner Internetbekanntschaft: Du weißt nie, wer sich dahinter verbirgt Schließe dich keinen Mobbing-Gruppen an! Nach dem Prinzip: Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu

 

Bist du auch in den Sozialen Netzwerken aktiv? Auf Englisch heißt es Social Media.

Dann kennst du wahrscheinlich Angebote wie Instagram, Snapchat, Whatsapp, Twitter, Pinterest oder Facebook, auf denen du dich mit deinen Freunden auszutauschen und interessante Inhalte teilen kannst. Doch genau wie überall sonst, gibt es auch hier Regeln und Gefahren. Damit du sicher in Sozialen Netzwerken unterwegs sein kannst, macht es Sinn diese Gefahren zu kennen. Darauf solltest du achten:

Pass auf deine Daten auf.

Sei vorsichtig damit, wem du im Internet deinen echten Namen oder deine Adresse verrätst! Soziale

Medien möchten, dass du dich mit deinem richtigen Namen anmeldest. Das macht es aber für Kriminelle viel leichter, dich auszuspionieren. Überhaupt gilt: Sei vorsichtig mit persönlichen Infos! Dinge, die du im Internet von dir preis gibst, werden immer gespeichert. Sie machen es einfach herauszufinden, wer du bist, wo du wohnst und was du gerade tust. 

Sieh dir deine Profil-Einstellungen an. Ist dein Profil öffentlich? Was ist für wen sichtbar? Bei vielen Netzwerken kannst du einstellen, dass nur deine Freunde deine Beiträge sehen. Diese Möglichkeit solltest du nutzen.

Unterhalte dich nicht mit jedem.

Es gibt Erwachsene, die gezielt versuchen, Jugendliche und Kinder in Sozialen Medien anzusprechen. Manche versuchen sogar dich zu einem Treffen zu überreden. Oft sind solche Erwachsene Pädophile, also erwachsene Menschen, die sexuell an Kindern und Jugendlichen unter 14 Jahren interessiert sind. Das ist illegal und du musst diesen Menschen nicht antworten. Wenn dir so etwas passiert, sage immer deinen Eltern oder einer einem anderen Erwachsenen Bescheid, dem du vertraust (siehe auch Cybergrooming).

Pass außerdem auf bei neuen Kontakten. Kriminelle sammeln manchmal so viele Freunde, wie möglich, um die dann auszuspionieren. Wenn du viele Fotos oder persönliche Informationen postest, können sie zum Beispiel sehen, ob gerade jemand zu Hause ist oder nicht. Daran können sie sehen, ob es sich lohnt einzubrechen.

Triff dich nicht mit Fremden.

Triff dich nicht mit Menschen, die du nicht kennst. Wenn doch, dann nie allein und immer an einem öffentlichen Ort, wie einem Café. Wenn du dich doch mit jemandem triffst, sage immer deinen Eltern, oder zumindest einem deiner Freunde, wo du sein wirst und mit wem du dich triffst.

In sozialen Netzwerken, wie z.B. bei Facebook, kommt es vor, dass Leute in ihrem Profil falsche Angaben über sich selbst machen. Manche geben sich als ganz andere Personen aus, andere laden geklaute Bilder hoch oder schummeln bei ihrem Geburtsjahr. Solche Profile werden „Fake-Profil“ genannt.
Je einfacher das Anmelden in einer Online-Community funktioniert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, auf ein solches Fake-Profil zu stoßen. Auf den ersten Blick ist es schwer, falsche Identitäten von ernst gemeinten Profilen zu unterscheiden.

Warum werden Fake-Profile erstellt?

Es gibt folgende Gründe, ein Fake-Profil zu erstellen:

  • Ältere Personen möchten Kontakt zu Kindern aufnehmen (auch Cyber-Grooming genannt)
  • Kriminelle möchten ihre Opfer ausspionieren, abzocken oder Daten stehlen
  • Chancen bei Online-Flirts sollen erhöht werden
  • User wollen sich einen Spaß erlauben (siehe auch Cyber-Mobbing)

Was kann ich tun?

Wenn du glaubst, dass sich jemand ein Fake-Profil zugelegt hat, um dein Vertrauen zu gewinnen, solltest du unbedingt mit einem Erwachsenen darüber sprechen. Außerdem solltest du den Fall einem Moderator des Netzwerks oder Chats melden.

 

 

Er kann die Echtheit des Profils testen und es gegebenenfalls löschen. Dies gilt auch, wenn jemand in deinem Namen in einem sozialen Netzwerk unterwegs ist und falsche Bilder und Informationen über dich verbreitet.
Ein Fake-Profil ist kein Scherz und kann zu ernsthaften Konsequenzen führen, wenn du darauf hereinfällst oder selbst eines erstellst. Lass dich nicht täuschen und täusche keinen anderen – sei einfach du selbst.

 

Unsere Tipps für dich
  • Bleib bei neuen Kontakten im Internet immer skeptisch und vorsichtig
  • Glaub nicht alles, was dein Chatpartner dir erzählt
  • Gib möglichst wenig über dich und dein Privatleben preis
  • Bevor du dich verabredest, telefoniere doch vorher. An der Stimme kannst du erkennen, ob es sich um einen älteren Menschen handelt
  • Lass auch deine Freunde wissen, wenn du auf ein Fake-Profil hereingefallen bist, damit sie nicht den gleichen Fehler machen
  • Lass dir von der bundeseinheitlichen Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing und Erpressung helfen

Der Begriff „Stalking“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „belauern“. Stalker sind Menschen, die wiederholt unerwünscht Kontakt zu dir aufnehmen und dich sogar verfolgen. Wenn dies mit Hilfe des Internets geschieht, spricht man vom „Cyber-Stalking“.

Die Täter profitieren hierbei von ihrer Anonymität. Stalker haben verschiedene Gründe, sei es unerfüllte Liebe oder einfach nur Hass. Es gibt verschiedene Formen des Cyber-Stalkings.

Formen des Cyber-Stalkings:

  • Verbreitung von Lügen oder falschen Informationen über das Opfer im Internet, z. B. in Blogs oder sozialen Netzwerken.
  • Onlinebestellungen im Namen des Opfers.
  • Verbreitung intimer Details, privater Fotos, manipulierter Fotos der Opfer Kontaktaufnahme und Belästigung des Opfers oder sogar seiner Freunde Begehen von Straftaten im Namen des Opfers Erstellen von Fake-Accounts im Namen des Opfers.
  • Ausspionieren des Opfers
Unsere Tipps für Dich

Wenn du oder jemand, den du kennst, Opfer eines „Cyber-Stalkers“ geworden ist, könnt ihr Folgendes tun:

  • Sei vorsichtig mit deinen persönlichen Daten im Internet.
  • Teile dem Stalker ausdrücklich mit, dass du keinen Kontakt zu ihm haben möchtest.
  • In vielen Chats oder sozialen Netzwerken kannst du unangenehme Kontakte sperren oder den Moderatoren melden.
  • Speichere alle E-Mails, Nachrichten usw., die du vom Stalker bekommen hast.
  • Wenn du Opfer eines Stalkers geworden bist, solltest du sofort mit deinen Eltern, Lehrern oder anderen Bezugspersonen sprechen.
  • Wenn du konkrete Drohungen bekommen hast, musst du unbedingt zur Polizei gehen.
  • Lass dir von der bundeseinheitlichen Hotline für Kinder und Jugendliche bei Gewalt, Bedrohung, Mobbing und Erpressung helfen. 

 

Du hast Probleme im Internet, aber niemand hört dir zu?
Außerdem hast du Angst?
Dann nicht abwarten, sondern sofort um Hilfe bitten!

HOTLINE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE BEI GEWALT, BEDROHUNG, MOBBING UND ERPRESSUNG: 116 111

Die neue bundeseinheitliche Jugend-Hotline ist deutschlandweit kostenlos vom Festnetz und Handy erreichbar.
Sprechzeiten: Mo. bis Sa. von 14:00 bis 20:00