Kaum setzt du eine VR-Brille auf, glaubst du, fliegen zu können und in einer ganz anderen Welt zu sein.
Auf einmal siehst du alles in 3D.  Dabei wird dein räumliches Sehen eigentlich nur durch die VR-Brille simuliert, die aus zwei Linsen und Bildschirmen besteht, so dass man eigentlich doppelt sieht. Erst im Gehirn werden die unterschiedlichen Sinneseindrücke sozusagen zu einem einzigen Bild zusammengesetzt.

Virtual Reality, virtuelle Realität oder auch VR beschreibt das Eintauchen in eine künstliche Welt, die von einem Computer geschaffen wurde. Du hast nicht mehr den Eindruck, auf einen Bildschirm zu schauen, sondern mitten in dem Computerspiel selbst zu stehen, das dich um 360° umgibt. Du hast dadurch das Gefühl, direkt im Spiel zu sein.

VR-Brillen gibt es auch für zu Hause. Es gibt verschiedene Anbieter, die ihre Brillen zu verschiedenen Preisen verkaufen. Wenn du dich entscheidest, eine VR-Brille zu kaufen, musst du ein paar Dinge beachten.

  • Suche dir einen Erwachsenen, der mit dir zusammen nach der passenden VR-Brille schaut.
  • Kauf nicht gleich die erste VR-Brille, die du siehst. Es gibt verschiedene und einige passen besser für dich als andere.
  • Schau vorher nach, welche VR-Brille zu deinem PC, deiner Konsole oder deinem Smartphone passt.
  • Informiere dich am besten in einem Shop und probiere verschiedene Brillen vorher auf. Dadurch kannst du feststellen, wie du und dein Körper auf VR reagieren. Manchen Menschen wird davon schwindelig oder übel.

Hast du schon einmal Pokémon Go gespielt? Da bist du draußen in der realen Welt unterwegs und kannst mit deinem Smartphone virtuelle Pokémons fangen. Das Spiel funktioniert mittels GPS (Global Positioning System), und wenn du es zulässt, dass von deinem Handy die Standortdaten in Echtzeit übermittelt werden. So werden die echte und virtuelle Welt miteinander verbunden, oder auch die reale Welt um virtuelle Inhalte erweitert, daher der Name „Augmented Reality“.

Augmented Reality heißt auf Deutsch „erweiterte Realität“ und wird auch oft als „AR“ abgekürzt. Über die gerade betrachtete reale Welt werden virtuelle Grafiken, Texte oder eben Pokémons geblendet, nicht nur in Videospielen, sondern z.B. auch im Fernsehen. Wenn du ein Fußballspiel schaust, dann werden oft die Abseitslinie oder bestimmte Entfernungen eingeblendet, oder manchmal auch virtuelle Werbung. Das ist Augmented Reality. AR funktioniert auch auf deinem Smartphone. Zum Beispiel bei Snapchat oder Instagram, wenn du einen Filter benutzt. Es gibt auch mehere Spiele für dein Smartphone, die mit AR funktionieren.

Die beiden Spiele-Klassiker Tetris und Snake hat wohl jeder von euch schon einmal gespielt. Aber in der Öffentlichkeit? Mit echten Menschen als Spielfiguren? Wie soll das denn gehen? Urban Games: Das bedeutet so viel wie Computerspiele in die reale, physische Welt zu übertragen. Das geht. Und wie das geht, probier’s doch gleich einmal mit deinen Freuden aus!

 

Street-Pong

Die Vorlage ist der Spiele-Klassiker „Pong“. Wer zu langsam ist und den Ball nicht vor dem Aus bewahren kann, verliert. „Pong“ ist aus der Gaming-Welt nicht mehr wegzudenken. Der Spiele-Klassiker ist auch heute noch beliebter denn je und begeistert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Als ursprüngliches Konsolenspiel ist es natürlich auch längst auf dem Smartphone verfügbar.

Man nehme:

  • 4 leere Pizzakartons oder andere Pappstücke
  • ca. 4 Meter Bindfaden,
  • ein Stück Straßenkreide,
  • einen dicken Textmarker
  • und eine Augenbinde.

Malt mit der Straßenkreide ein großes Quadrat auf den Boden. Dies dient euch später als Spielfeld. Auf zwei Pizzakartons schreibt ihr das Wort „Wand“ (oder englisch „Wall“). Die anderen beiden Kartons beschriftet ihr mit „PONG“. Diese stellen im Spiel die zwei Schläger dar. Befestigt an allen Kartons einen Bindfaden, damit man sie nachher um den Hals hängen kann. Nun kann das Spiel auch schon beginnen.

Spielanleitung
„Street-Pong“ ist für 5 oder mehr Spieler gedacht. Ein Spieler stellt sich in die Mitte eures Spielfeldes. Er ist der Ball und bekommt eine Augenbinde um. Alle anderen Spieler hängen sich die beschrifteten Pizzakartons um. Die zwei „Pongs“ stellen sich mit dem Rücken zum Spielfeld an gegenüberliegende Seiten. Die „Wände“ stehen sich mit Blick zum Spielfeld ebenfalls gegenüber. Sie haben zwei wichtige Aufgaben: Zum einen steuern sie die „Pongs“. Zum anderen dienen sie als Spielfeldbegrenzung. Ein Pong und eine Wand bilden jeweils ein Team. Der „Ball“ läuft nun mit verbundenen Augen umher und versucht an den beiden „Pongs“ vorbeizukommen und somit einen Punkt zu erzielen. Die „Wände“ müssen ihren Teampartnern zurufen, ob diese nach links oder rechts steuern sollen, um den Ball zu „fangen“. Stößt der „Ball“ an den

Rücken eines „Pongs“, so schreit dieser laut PONG. Gewonnen hat das Team mit den meisterzielten Punkten.

Das Spiel macht wirklich großen Spaß und lässt sich auch auf einer kleinen Fläche realisieren. Holt euer Bastelzeug aus der Schublade und raus mit euch auf die Straßen zum urbanen Game „Street-Pong“.

Viel Spaß!